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Schloss Neuburg

Bild: Schloss Neuburg

Schloss Neuburg an der Donau genießt als einstiges Residenzschloss des 1505 gegründeten Fürstentums Pfalz-Neuburg besondere Bedeutung. Die prächtige Schlossanlage, deren vier mächtige Flügel sich um einen Innenhof mit Arkadengängen gruppieren, entstand am Ort einer spätgotischen herzoglichen Burg. Pfalzgraf Ottheinrich (1502-1559), der erste Landesfürst und spätere Kurfürst von der Pfalz, war der Bauherr der drei anspruchsvollen Renaissancetrakte, die seit 1530 errichtet wurden. Pfalzgraf Wolfgang ließ 1560 bis 1562 durch den niederländischen Meister Hans Schroer die Dekoration der Hoffassade mit biblischen Szenen in Sgraffito-Technik ausführen, die zu den Besonderheiten des Schlosses zählt.

Pfalzgraf Philipp Wilhelm machte das Schloss 1664 bis 1668 mit dem Bau des barocken Osttraktes zwischen mächtigen Rundtürmen und den Schlossgrotten zu einer der ersten Barockresidenzen. Ein herausragendes Denkmal der Reformation ist die 1543 von Hans Bocksberger mit einem lutherischen Bildprogramm ausgemalte Schlosskapelle, der früheste protestantische Kirchenraum überhaupt.

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Wirkteppich mit Bildnis des Pfalzgrafen Ottheinrich,
Brüssel, 1535

Der Schlosstrakt im Hauptgeschoss des barocken Ostflügels ist der Kunst und Geschichte des Fürstentums Pfalz-Neuburg gewidmet. 1505 aus den Erbstreitigkeiten zwischen den pfälzischen und bayerischen Wittelsbachern hervorgegangen, spielte das kleine Fürstentum im Verlauf der Jahrhunderte eine bemerkenswerte Rolle. Unter dem Renaissancefürsten Ottheinrich war es Schauplatz der Künste und Wiege der Reformation, im 17. Jahrhundert, vergrößert um die niederrheinischen Herzogtümer Jülich und Berg, bedeutende barocke Hofhaltung mit Beziehungen in ganz Europa. Neuburger Fürsten wirkten als Kurfürsten von der Pfalz in Heidelberg, Düsseldorf und Mannheim. 1806 ging Neuburg im Königreich Bayern auf.

Das eindrucksvolle Panorama fürstlicher Geschichte entfaltet sich in den einstigen Wohn- und Staatsräumen der Pfalz-Neuburger Fürsten. Rund 550 Kunstwerke – Porträts und wertvolle Bildteppiche, Waffen, Möbel und kostbares Kunsthandwerk – veranschaulichen ein spannendes Kapitel pfalz-bayerischer Geschichte.

Zu den kostbarsten Schätzen, die in Schloss Neuburg zu sehen sind, gehören die kirchlichen Textilien aus dem Neuburger Ursulinenkloster, das Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz 1698 stiftete.

Bild: Antependium

Die prächtigen kirchlichen Ornate und die bedeutenden Altar-Antependien mit biblischen Szenen wurden im 18. Jahrhundert von den Ursulinerinnen in Seide, Silber und Gold gestickt. Sie sind von herausragender künstlerischer Qualität. Kirchliche Kunstwerke aus der Epoche der Gegenreformation in Pfalz-Neuburg und religiöse Volkskunst runden die Präsentation im dritten Stock des Ostflügels ab.

Die Staatsgalerie Neuburg – Flämische Barockmalerei, ein Zweigmuseum der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, vereint im Westflügel zahlreiche Werke bedeutender Meister wie Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck und Jan Brueghel.

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Anschrift

Residenzstraße 2
86633 Neuburg/Donau
08431 6443-0

Aktuelle Informationen

Das Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung in Schloss Neuburg ist wegen Umbaumaßnahmen bis auf Weiteres geschlossen.

Öffnungszeiten

April-September: 9-18 Uhr
Oktober-März: 10-16 Uhr
Montags geschlossen
(außer: 6. Januar, Ostermontag, 1. Mai, Pfingstmontag, 15. August, 3. Oktober, 1. November)

Geschlossen am:
1. Januar, Faschingsdienstag,
24., 25. und 31. Dezember

Allgemeine Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen

Führungen

keine regelmäßigen Führungen

Themenführungen in Schloss Neuburg

Eintrittspreise 2022

6,- Euro regulär
5,- Euro ermäßigt

Jahres-, Mehrtageskarten

Anfahrt / Parken

Neuburg
www.bahn.de

keine Parkmöglichkeiten

Google Maps
Lageplan / Google maps™

Zuständige Verwaltung

Schlossverwaltung Neuburg
Residenzstraße 2
86633 Neuburg/Donau
08431 6443-0
Fax 08431 6443-44
svneuburg@ bsv.bayern.de


 
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