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Schatzkammer der Residenz München

Die weltberühmte, heute über 1200 Einzelstücke zählende Sammlung von Juwelen und Goldschmiedewerken, Email-, Kristall- und Elfenbeinarbeiten der Münchner Residenz ist das Ergebnis einer jahrhundertelangen Sammelleidenschaft der bayerischen Herrscher. Herzog Albrecht V. bestimmte 1565 in einer testamentarischen Verfügung, dass besonders kostbare "erb- und haus clainoder" zu einem unveräußerlichen Schatzfonds vereinigt werden sollten.

Diese Stiftung des ersten großen Mäzens und Kunstsammlers des Hauses Wittelsbach erweiterten sein Sohn, Herzog Wilhelm V. und sein Enkel, Kurfürst Maximilian I.; die Kurfürsten Max Emanuel, Karl Albrecht und Max III. Joseph führten sie weiter. Kurfürst Karl Theodor vergrößerte diese Sammlung im späten 18. Jahrhundert durch Überführung des "Pfälzer Schatzes" nach München.

Im frühen 19. Jahrhundert, in dem noch die Kroninsignien des neu geschaffenen Königreichs und eine Reihe hervorragender mittelalterlicher Kunstwerke aus säkularisiertem Dom- und Klosterbesitz dazukamen, findet das geschichtliche Wachstum dieser Sammlung seinen vorläufigen Abschluss.

Neben dieser weltlichen Schatzkammer besteht seit dem frühen 17. Jahrhundert in der Münchner Residenz eine Sammlung von liturgischen Gegenständen und Reliquiaren (kostbare Behälter zur Aufbewahrung von Reliquien), die Wilhelm V. und Maximilian I. für die Hofkapellen der Residenz erwarben. Auch diese sakralen Kunstwerke wurden von den Wittelsbacher Fürsten als Schatz gehütet und in der Zeit der Säkularisation durch mittelalterliche Goldschmiedearbeiten aus vormaligem Klosterbesitz erweitert. Einzelne Kunstwerke dieser Sammlung wurden 1958 in die Schatzkammer überführt.

Die Schatzkammer in ihrer heutigen Form befindet sich in zehn Räumen im Erdgeschoss des Königsbaus.

Auflistung des ausgestellten Inventars der Schatzkammer

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