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Schloss Nymphenburg mit Parterre
Schlosspark Nymphenburg
Monopteros am Badenburger See

Schlosspark Nymphenburg – München

Der bayerische Kurfürst Ferdinand Maria schenkte seiner Gemahlin Henriette Adelaide anlässlich der Geburt des lang ersehnten Thronfolgers Max Emanuel 1663 die Schwaige Kemnat westlich der Residenzstadt München. Ein Jahr später wurde mit dem Bau eines Schlosses nach Plänen des italienischen Baumeisters Agostino Barelli begonnen. Max Emanuel selbst ließ zu Beginn des 18. Jahrhunderts Nymphenburg zu einer repräsentativen Sommerresidenz ausbauen.

Ein groß angelegtes und sehr aufwändiges Kanalsystem führte ab 1701 Wasser von der Würm nach Nymphenburg. Dies war die Grundvoraussetzung für barocke Wasserspiele mit Kanälen, Brunnen und Fontänen.

1715 erteilte Max Emanuel den Auftrag, einen ausgedehnten barocken Garten anzulegen. Der französische Gartenkünstler Dominique Girard und der aus Dachau stammende Joseph Effner, leitender Baumeister des Schlosses, schufen einen prachtvollen Park. Der Mittelkanal mit der Marmorkaskade an der westlichen Grenze des Gartens vermittelt noch heute einen Eindruck vom Prunk der barocken Gartenanlage.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts sollte der Hofgartenintendant Friedrich Ludwig von Sckell den architektonischen Nymphenburger Park in einen modernen Landschaftsgarten im englischen Stil umwandeln. Sckell nahm die regelmäßige Grundform mit den teilweise kilometerlangen Alleen auf und verwandelte sie in Wiesentäler mit geschwungenen Gehölzrändern. Die Übergänge zwischen Wiese und Wald wurden mit vor- und zurückspringenden Gehölzpflanzungen versehen, die den Eindruck natürlicher Waldränder vermitteln.

Geht der Blick jedoch in die Ferne, kann man das barocke Achsengefüge des 18. Jahrhunderts bis heute in einer landschaftlichen Form ohne die ursprüngliche Strenge nachempfinden. Die Mittelachse ließ Sckell weitgehend unangetastet. Die Schmuckparterres vor dem Schloss wandelte er in einfache Rasenparterres um und die vorhandenen Kanäle gestaltete er teilweise als naturnahe Wasserläufe. Außerdem legte er unmittelbar vor der Badenburg und der Pagodenburg, zwei Parkschlösschen des 18. Jahrhunderts, neue Seen an, die sich gut in die malerische Parklandschaft einfügen.

Im Bereich des ehemaligen Jagdwaldes arbeitete Sckell spannungsreiche Raumstrukturen heraus. Deshalb findet man im Park neben alten Eichen auch noch einzelne Linden aus den barocken Alleen, die Sckell schonte und geschickt in sein Gartenkunstwerk integrierte. Die alten Solitär- und Alleebäume, die abwechslungsreiche Raumgestaltung und die naturnahen Wasserflächen machen bis heute die besondere Qualität dieses Schlossgartens aus.

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