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19. Januar 2026
Anlässlich Queen Victorias 125. Todestags am 22. Januar 2026 erinnert die Bayerische Schlösserverwaltung an die familiären Wurzeln der Monarchin in Coburg und ihre Besuche in Schloss Rosenau im 19. Jahrhundert.
Heute erfahren Besucherinnen und Besucher bei den Schlossführungen der Bayerischen Schlösserverwaltung in Schloss Rosenau Wissenswertes und Anschauliches über Victorias Ehe mit Albert und ihre Besuche vor Ort. Diese berührten stets auch das nur wenige Kilometer von der Rosenau entfernt liegende Residenzschloss der Coburger Herzöge in der Innenstadt von Coburg. So bietet auch ein Rundgang durch Schloss Ehrenburg interessante Begegnungen mit Coburgs berühmtem Gast aus dem britischen Königreich.
Queen Victoria (1819-1901) zählte zu den bedeutendsten Persönlichkeiten ihrer Zeit. Das nach ihr benannte „Viktorianische Zeitalter“ steht für industriellen Fortschritt, imperiale Macht, soziale Spannungen und strenge Moral, um nur wenige Wesenszüge zu nennen. Während ihrer fast 64 Jahre dauernden Regentschaft war es Victoria – Herrscherin über ein Weltreich im 19. Jahrhundert – möglich, die Residenzstadt Coburg sieben Mal zu besuchen. Vermutlich empfand sie zu Coburg ein Maß an Verbundenheit, wie gegenüber keinem anderen Ort außerhalb ihres Reichs.
Zum ersten Mal reiste Queen Victoria 1845 nach Coburg. Für sie war die Fahrt eine Erkundungsreise in die Familiengeschichte. 1840 hatte Victoria ihren Cousin, den Coburger Prinzen Albert, geehelicht. Nachdem Victoria in den folgenden Jahren vier Kinder zur Welt gebracht hatte, besuchte sie nun mit ihm zusammen die Orte seiner Kindheit. Zugleich begab sich Victoria auf die Spuren ihrer Mutter, einer Coburger Prinzessin. Erzählungen Alberts sowie seiner Tante, Victorias Mutter, trafen im August 1845 bei der Monarchin auf eigenes Erleben und verschmolzen miteinander.
Besonders angetan war Victoria von Schloss Rosenau, dem Landsitz der Coburger Herzöge vor den Toren der Residenzstadt. In dem malerisch auf einer Anhöhe gelegenen Anwesen, in dem Albert 1819 geboren wurde, nahm das Ehepaar 1845 Quartier. Wunderschön und friedlich erschien ihr die Atmosphäre des Landschlosses. Gerne ging sie in dem umliegenden Park spazieren oder unternahm kleinere Ausfahrten. Die nähere Umgebung der Rosenau erinnerte die britische Königin mancherorts an die Landschaften Schottlands.
Victorias Tagebuchaufzeichnungen über ihren ersten Aufenthalt in Coburg ist zu entnehmen, wie vertraut ihr alles 1845 erschien. Emotional berührt notierte sie, sie habe das Gefühl, hier ihre Kindheit verbracht zu haben. Auch dachte die Regentin darüber nach, dass die Rosenau wahrscheinlich ihr Zuhause geworden wäre, wäre sie nicht Königin, sondern nur die Frau an Alberts Seite. „Aber ich werde es immer als mein zweites Zuhause betrachten“, so Victoria.
Weitere Informationen zu den Schlössern in Coburg finden Sie unter www.schloesser-coburg.de.
Presse-Informationen:
Ines Holzmüller, Angelika Urbach und Franziska Wimberger
Pressestelle der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-180 und -160, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de
Pressemitteilung 19. Januar 2026
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