Ausflugstipps rund um die Schlösser, Gärten und Seen der Bayerischen Schlösserverwaltung:

Ausflugstipp: Kunst und Natur am Ammersee

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Wie wäre es mit einem Ausflug zum schönen Ammersee, dem drittgrößten der bayerischen Seen. Er liegt nur eine knappe Autostunde von München entfernt und ist ein ideales Naherholungsgebiet, nicht nur für gestresste Städter.

 

Bild: Strandbad am Ammersee

 

Informationen zum touristischen und sportlichen Angebot rund um den See

 

Die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung rund um den See sind überaus vielfältig. Besonders im Sommer kann man sich am und auf dem Ammersee sportlich betätigen. Es gibt zahlreiche Segelschulen und auch die Möglichkeit zu surfen, Kanu zu fahren oder die Unterwasserwelt als Taucher zu erkunden. Ein Erlebnis für weniger Sportliche ist eine Fahrt mit einem Tret-, Ruder- oder Elektroboot.

Die Wasserqualität ist gut und die vielen Strandbäder mit großen Liegewiesen laden zum Schwimmen und Sonnenbaden ein. Besonders schön für die ganze Familie ist das Strandbad Riederau in Dießen am Westufer des Sees. Es bietet als einziges Bad einen natürlichen Sandstrand, hat einen großen Kinderspielplatz und einen kleinen Segelhafen mit eigenem Steg. Ein Restaurant und ein Strandkiosk sorgen für das leibliche Wohl der Badegäste.

Bild: Dießen am Ammersee

Dießen am Ammersee

 

Auch das Örtchen Dießen selbst mit seinem barocken Marienmünster ist sehenswert. Zum Ende des 19. Jahrhunderts lebten und arbeiteten zahlreiche Künstler hier, darunter Carl Spitzweg und Wilhelm Leibl. Heute ist der Ort vor allem für sein Kunsthandwerk bekannt. Der jährlich zu Christi Himmelfahrt stattfindende Töpfermarkt ist sehr empfehlenswert und zieht tausende Keramikfans von nah und fern an. Einen Besuch wert ist auch der bezaubernde Schacky-Park, ein Kleinod aus der Zeit um 1900.

 

Bild: Künstlerhaus Gasteiger

Künstlerhaus Gasteiger in Holzhausen

 

Ebenfalls auf Künstlerpfaden unterwegs ist man im Ort Holzhausen. Dort liegt das von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreute Künstlerhaus Gasteiger. Der Bildhauer Mathias Gasteiger gehört zu den namhaften Münchner Künstlern um 1900; seine Frau Anna Sophie Gasteiger machte sich als Blumenmalerin einen Namen.

 

Bild: "Rote Tulpen", Gemälde von Anna Sophie Gasteiger

"Rote Tulpen", Gemälde von A. S. Gasteiger

Das ehemalige Wohnhaus, ein einzigartiges Ensemble des Münchner Jugendstils, ist heute ein Museum. Natürlich sind dort auch Skulpturen von Mathias Gasteiger und Bilder seiner Frau zu sehen. Zum Haus gehört ein schöner Garten, den Anna Sophie Gasteiger anlegte und den beide Künstler häufig als "Atelier im Grünen" nutzten.

Eine kulinarische Pause vom Kulturgenuss kann man im Restaurant "Alte Villa" in Utting einlegen. Bei gehobener Küche genießt der Besucher von der Terrasse einen einzigartigen Blick auf den See. Wer sich selbst in der Profiküche versuchen möchte, kann neue Tricks bei einem Kochkurs mit dem Chefkoch höchstpersönlich erlernen. Der angrenzende Biergarten gehört zu den schönsten der Gegend und bietet neben kulinarischen auch musikalische Genüsse. Am Wochenende finden bei gutem Wetter dort Jazzkonzerte statt.

Nur einen Katzensprung von der "Alten Villa" entfernt findet man die Anlegestelle der Bayerischen Seenschifffahrt. Regelmäßig verkehren Schiffe zwischen den einzelnen Orten rund um den See. Man kann zwischen drei Rundfahrtsrouten wählen. Das ist die Gelegenheit, auf dem Schiff die Seele baumeln zu lassen und natürlich auch die Orte auf der anderen Seite des Ammersees kennenzulernen.

Bild: Schiff der Bayerischen Seenschifffahrt

 

Oberhalb des Ortes Herrsching am Ostufer liegt auf dem Heiligen Berg das Kloster Andechs, einer der wichtigsten Wallfahrtsorte in Bayern. Seine Geschichte reicht zurück bis ins 10. Jahrhundert. Die sehr sehenswerte Wallfahrtskirche entstand Mitte des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil, der Innenraum wurde Mitte des 18. Jahrhunderts im Stil des Rokoko vollkommen neu gestaltet. Johann Baptist Zimmermann schuf die Deckenfresken.

In der Schmerzhaften Kapelle der Kirche liegt der Komponist Karl Orff begraben. Ihm zu Ehren finden seit 1992 die "Orff in Andechs"-Festspiele im Florian-Stadl am Fuß des Heiligen Berges statt.

Besonders bekannt ist Andechs für seine Klosterbrauerei. Bereits seit dem Mittelalter wird hier nach traditionellen Rezepten gebraut. Jedes Jahr verlassen etwa 100.000 Hektoliter Bier das Kloster. Die Brauerei kann auch besichtigt werden. Wer danach Lust auf ein "Andechser" hat, kann dies zusammen mit einer zünftigen Mahlzeit im Braustüberl des Klosters oder auf der großen Terrasse genießen.

 

 

Bild: Naturschutzgebiet

Naturschutzgebiet am Ammersee

Um die Pfunde aus dem Braustüberl wieder abzutrainieren, empfiehlt sich eine Partie Minigolf auf der Anlage unterhalb des Klosterberges oder eine Tour auf einem der gut ausgebauten Wander- und Radwege rund um den Ammersee. Das Südufer bietet sich hierzu besonders an. In dem Naturschutzgebiet brüten zahlreiche im Bestand gefährdete und vom Aussterben bedrohte Vogelarten.

Wer den See und die Region gerne von oben sehen möchte, hat die Möglichkeit, eine Ballonfahrt oder einen Flug mit einem Doppeldecker über das Fünfseenland zu buchen.

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