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Die Bauabteilung stellt sich vor.

Ihre Ansprechpartner in der Bauabteilung

 

Die Bauabteilung ist eine wichtige Schaltstelle bei der Schlösserverwaltung. Ihr baufachliches und denkmalpflegerisches Aufgabengebiet berührt stets auch das Tätigkeitsfeld der anderen Abteilungen. Deshalb ist sie in alle fachübergreifenden Aufgaben und Projekte der Schlösserverwaltung eingebunden und arbeitet eng mit der Liegenschaftsverwaltung (Präsidialabteilung), der Museumsabteilung, der Gärtenabteilung und den hauseigenen Restauratoren zusammen.

 

Bild: Gerüst an der Fassade von Schloss Neuschwanstein

 

Die Bauabteilung ist für die kontinuierliche bauliche, technische und konservatorische Instandsetzung und Instandhaltung des gesamten in aller Regel denkmalgeschützten baulichen Bestands verantwortlich. Das Ziel ist, das der Schlösserverwaltung anvertraute Staatsvermögen und historische Erbe "unter Wahrung kultureller und denkmalpflegerischer Belange", wie es in einer offiziellen Verordnung heißt, zu bewahren und zu überliefern.

Es ist immer wieder eine große Herausforderung, unter denkmalpflegerischen Aspekten und Bedingungen bedeutende Schlosskomplexe, Residenzen oder Burganlagen in ihrer historischen Substanz und Ausstattung nicht nur bestmöglich zu erhalten, sondern zugleich auch den heutigen technischen Anforderungen, Sicherheitsstandards und Nutzungsansprüchen soweit möglich anzupassen. Dabei müssen oft viele baufachliche, sanierungstechnische, haustechnische, sicherheitstechnische und restauratorische Aspekte aufeinander abgestimmt werden. Ebenso stellen sich im Restaurierungswesen oft Aufgaben von großem Schwierigkeitsgrad und hoher Komplexität.

Wichtig ist unter anderem auch der Ausbau neuer Museums- und Veranstaltungsräume oder neuer Besuchereinrichtungen in historischen Schlossgebäuden wie beispielsweise Museumsläden, Informationsstellen und Cafeterien, um die Besucher zeitgemäß zu empfangen und ihnen dadurch die Besichtigungsobjekte und Sehenswürdigkeiten noch näher zu bringen.

 

Bild: Schloss Johannisburg in Aschaffenburg, Ridingersaal

 

Im Auftrag der Schlösserverwaltung führen die Staatlichen Bauämter der Bayerischen Staatsbauverwaltung neben dem laufenden Bauunterhalt auch alle sonstigen größeren und kleineren Bau- oder Restaurierungsmaßnahmen aus. Die Bauabteilung der Schlösserverwaltung erteilt den Bauämtern jedes Jahr rund 30 Planungs- und Bauaufträge und hat gleichzeitig die Fachaufsicht über das jeweilige Bauamt inne. Diese Regelung gilt schon seit 1924 und dient unter anderem vor allem der Sicherstellung denkmalpflegerisch einwandfreier Arbeitsergebnisse.

Im Vordergrund stehen bei der baulichen Betreuung des eigenen historischen Gebäudebestandes stets die Ziele und die allgemein anerkannten Prinzipien der Staatlichen Denkmalpflege. Die Schlösserverwaltung kann bei ihrer denkmalpflegerischen Arbeit auf eine lange Tradition und Erfahrung im Umgang mit historischer Bausubstanz und Ausstattung zurückblicken. Deshalb ist ihr auch 1975 ein denkmalrechtlicher Sonderstatus zuerkannt worden.

 

Bild: Transport eines neuen Oberlichts auf das Dach der Befreiungshalle Kelheim

Jeder der Referenten der Bauabteilung ist für mehrere der insgesamt 46 Liegenschaftsbereiche in Bayern baufachlich und denkmalpflegerisch zuständig, daneben noch für bestimmte fachliche Spezialgebiete. Die Referenten werden innerhalb ihrer Abteilung unter anderem von einer CAD-gestützten Planungsgruppe, von Fachleuten der technischen Verwaltung und des Haushaltswesens sowie von einem Fachreferat für denkmalpflegerische Fragen unterstützt, das auch für wissenschaftliche Bauforschung und Dokumentation bei Bau- und Restaurierungsvorhaben zuständig ist und ein umfangreiches Bauarchiv verwaltet.

Der laufende Bauunterhalt bei den denkmalgeschützten Schlössern, Burgen und Residenzen der Schlösserverwaltung ist aufgrund der besonderen Einsatzbedingungen sehr arbeits- und kostenaufwändig. Das Bauvolumen entspricht mit 30-40 Millionen Euro pro Jahr in etwa der Hälfte der jährlichen Gesamtausgaben der Schlösserverwaltung.

Bei den Hochbaumaßnahmen sind zu gleicher Zeit stets rund 40 große und auch kleinere Bauprojekte oder Restaurierungen mit einem Gesamtvolumen von rund 400 Millionen Euro in verschiedenen Stadien zwischen Vorplanung und Fertigstellung in Arbeit, in der Regel Projekte von mehreren Jahren Laufzeit.

Geschichte

 

Bild: Joseph Effner, Gemälde von Jacopo Amigoni, 1720/21

Vorläufer der heutigen Bauverwaltung der Bayerischen Schlösserverwaltung war im 17. und 18. Jahrhundert – zur Zeit der Bayerischen Kurfürsten – das kurfürstliche Hofbauamt. Dessen Leiter waren so berühmte Hofbaumeister wie Henrico Zuccalli, Joseph Effner oder François Cuvilliés d.Ä.

Im Jahr 1804, unter der Regierung Kurfürst Max IV. Joseph, der 1806 als Max I. Joseph zum ersten bayerischen König gekrönt wurde, kam das Hofbauamt unter Leitung von Andreas Gärtner unter der Bezeichnung "Hofbauintendanz" als eine Abteilung des damals neugegründeten "Obersthofmeisterstabs" (heute: Bauabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung) zum Finanzministerium. Diese Ressortzugehörigkeit besteht noch heute.

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