3. Juli 2006

Pressemitteilung

Sonderführungen durch den Gasteiger-Park

Am Sonntag geführte Spaziergänge durch die Parkanlage des Künstlerhauses

Die Bayerische Schlösserverwaltung bietet ab Sonntag, 9. Juli 2006, drei Sonderführungen durch den Park des Künstlerhauses Gasteiger an. Um 14 Uhr, 15 Uhr und um 16 Uhr führt der Ramsar-Gebietsbetreuer, Franz Wimmer, durch den beeindruckenden Park in Holzhausen am Ammersee. Der Spaziergang führt zu imposanten Baumriesen, blumenreichen Salbei-Wiesen und zum nahen Schilfufer. Im Anschluss kann das Künstlerhaus des Bildhauers Mathias Gasteiger besucht werden. Die Führung ist kostenlos, der Eintritt in das Künstlerhaus kostet 3,- Euro (ermäßigt 2,- Euro). Treffpunkt ist vor dem Museum. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Künstlerhaus Gasteiger – ein einzigartiges Ensemble des Münchner Jugendstils

Der Bildhauer Mathias Gasteiger (1871-1934) gehört zu den namhaften Münchner Künstlern um 1900. Er war mit Anna Sophie Gasteiger (1877-1954) verheiratet, die sich vor allem als Blumenmalerin einen Namen machte. Der von 1902 bis 1913 am Ammerseeufer entstandene Künstlersitz mit Landschaftspark, Wohnhaus und umgebendem Bauerngarten sowie Wirtschaftsgebäuden ist ein einzigartiges Ensemble des Münchner Jugendstils. Das Museum im Wohnhaus beinhaltet die Jugendstilausstattung der Räume, historische Fotografien, eine Auswahl von Skulpturen Mathias Gasteigers und eine Sammlung mit Gemälden von Anna Sophie Gasteiger. 

Mathias Gasteiger: Künstler, Unternehmer und Marmorliebhaber

Das Badezimmer mit seiner luxuriösen Ausstattung erinnert daran, dass der Hausherr Gasteiger nicht nur Bildhauer, sondern auch Unternehmer war. Als Sohn des Münchner Steinmetzen und Baumeisters Joseph Gasteiger war er seit seiner Kindheit mit dem Werkstoff Stein vertraut und an der Marmorgewinnung interessiert. Die von Mathias Gasteiger gegründeten Marmorbrüche im fränkischen Jura – unter anderem Möhren-Gundelsheim – waren bis zum Zweiten Weltkrieg Deutschlands größte Marmorproduzenten. 1912 stieg Mathias in die Marmorproduktion der Gemeinde Laas in Südtirol ein. Hier wurde weißer Marmor von hervorragender feiner Qualität gewonnen, der auch für die Herstellung von Bildwerken taugte.

 

Presse-Informationen:
Ines Treffler, Pressesprecherin der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 3. Juli 2006

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