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10. Juli 2026
Pressemitteilung
Sonderpräsentation in der Schatzkammer der Residenz München
„Max Emanuels Schätze“ im Jubiläumsjahr des Blauen Kurfürsten
Im Jubiläumsjahr 2026 zeigt die Bayerische Schlösserverwaltung ausgewählte Kostbarkeiten von Kurfürst Max Emanuel in einer Sonderpräsentation in der Münchner Schatzkammer. Zum 300. Todestag des Kurfürsten erinnert die Schlösserverwaltung zudem mit zahlreichen Veranstaltungen an das Leben und Wirken einer der schillerndsten Persönlichkeiten der bayerischen Geschichte.
Der berühmte „Blaue Kurfürst“ zählt zu den bedeutendsten Figuren des Barock. Passend dazu ist ab sofort in Raum IX der Münchner Schatzkammer die Sonderpräsentation „Max Emanuels Schätze“ zu sehen – ein idealer Zeitpunkt, da sich am 11. Juli auch sein Geburtstag jährt. In einer eigens eingerichteten Vitrine sind barocke Kunstwerke und Kostbarkeiten zu sehen, die das wechselvolle Leben des Wittelsbachers eindrucksvoll widerspiegeln.
Max Emanuel machte sich als Feldherr in den kaiserlichen Türkenkriegen einen Namen und errang bedeutende Siege. Durch seine Ehe mit einer Habsburgerin rückte die Übernahme des spanischen Weltreichs in greifbare Nähe. Seine politischen Ambitionen führten ihn jedoch in den Spanischen Erbfolgekrieg. Nach der Niederlage bei Höchstädt 1704 verlor er vorübergehend Bayern und seinen Kurfürstentitel. Erst 1715 kehrte er nach einem Jahrzehnt im Exil nach München zurück.
Die Sonderpräsentation beleuchtet zentrale Stationen dieses außergewöhnlichen Herrscherlebens. Kurze mehrsprachige Audioguide-Beiträge begleiten die Objekte und ordnen sie historisch ein.
Zu den Höhepunkten zählt eine goldene Tischuhr, die die Eroberung Belgrads zeigt und Max Emanuels lebenslange Inszenierung als militärischen Helden eindrucksvoll darstellt. Eine juwelenbesetzte osmanische Gürtelschnalle, Teil der bayerischen „Türkenbeute“, verweist ebenfalls auf diese Epoche. Kostbare Jagdutensilien veranschaulichen den Glanz des höfischen Lebens. Eine reich verzierte Kinderrassel und eine kunstvolle Tischuhr erinnern an die enge Verbindung zum Haus Habsburg. Eine phantasievolle, dem chinesischen Stil nachempfundene Götterfigur und eine prunkvolle Nephritschale spiegeln die barocke Begeisterung für exotische Materialien und seltene asiatische Kunstimporte wider.
Die ausgestellten Objekte offenbaren nicht nur Max Emanuels Sammelleidenschaft, sondern auch seine große Kunstbegeisterung. Mit ihr prägte der Blaue Kurfürst die barocke Kunst- und Architekturlandschaft Bayerns nachhaltig. Dieses Erbe ist bis heute an vielen Orten sichtbar. Die Münchner Schatzkammer lädt Besucherinnen und Besucher ein, Kurfürst Max Emanuel und seine Epoche bis zum Jahresende neu zu entdecken.
Öffnungszeiten Residenzmuseum und Schatzkammer
28. März bis 25. Oktober: täglich 9 bis 18 Uhr
(letzter Einlass: 17 Uhr)
26. Oktober bis 31. März:
täglich 10 bis 17 Uhr
(letzter Einlass: 16 Uhr)
Eintrittskarten für die Residenz München sind an der Museumskasse oder online im Ticketshop erhältlich.
Residenzmuseum: 10,- Euro regulär · 9,- Euro ermäßigt
Schatzkammer: 10,- Euro regulär · 9,- Euro ermäßigt
Cuvilliés-Theater: 5,- Euro regulär · 4,- Euro ermäßigt
Kombikarte: Residenzmuseum + Schatzkammer:
15,- Euro regulär · 13,- Euro ermäßigt
Gesamtkarte: Residenzmuseum + Schatzkammer + Cuvilliés-Theater:
20,- Euro regulär · 16,- Euro ermäßigt
Im Rahmen der Residenzwoche 2026 bietet die Bayerische Schlösserverwaltung zahlreiche Themenführungen zu Max Emanuel im Residenzmuseum und in der Schatzkammer an. Informationen dazu gibt es ab September 2026 unter .
Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Angelika Urbach
Pressestelle der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-180 und -160, Fax 089 17908-190,
Pressemitteilung 10. Juli 2026
