Ausflugstipps rund um die Schlösser, Gärten und Seen der Bayerischen Schlösserverwaltung:

Ein Tagesausflug zu den Aschaffenburger Schlössern

Jeder externe Link () wird in einem neuen Fenster geöffnet.

 

Bild: Pompejanum

Das Pompejanum liegt malerisch auf einem Weinberg über dem Main, inmitten eines mediterran gestalteten Gartens
mit Mandelbäumen und Feigen.

 

Haben Sie schon einmal einen Tag in Aschaffenburg verbracht? Ein Ausflug lohnt sich, denn die zweitgrößte Stadt in Unterfranken hat architektonisch und landschaftlich einiges zu bieten.

Pompejanum

Beginnen kann man den Tag im Pompejanum, das König Ludwig I. in den Jahren 1840-48 westlich von Schloss Johannisburg auf einem Weinberg über dem Main errichten ließ. Das Pompejanum war allerdings nicht als Wohnung gedacht, sondern sollte als Idealtypus eines römischen Stadthauses zeigen, wie die Innenräume eines römischen Wohnhauses angeordnet waren, welche farbenprächtigen Wandmalereien und Ausstattungsstücke sie schmückten.

Bild: Sommertriclinium

Das Sommertriclinium (Speisezimmer)
ist ganz mit Stuckmarmor verkleidet.

Heute werden dem Besucher neben Wandmalereien und Mosaiken über 200 originale Bildwerke und Ausstattungsgegenstände der Antike aus Beständen der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek gezeigt. Für das kürzlich renovierte "Zimmer der Hausfrau" wurde ein Konzept für Wechselausstellungen entwickelt.

Kulinarisch in die Geschichte eintauchen kann man in den Schlossweinstuben des nahegelegenen Schlosses Johannisburg. Im Anschluss an eine Führung durch das Pompejanum wird dort für Gruppenreisende ein römisches Gastmahl angeboten. Nach den Rezepten des römischen Feinschmeckers Apicius kommen z.B. mulsum et mustea (Honigwein und Gewürzbrötchen) oder patina piscium (Fischauflauf mit Piniensauce) auf den Tisch.

 

Bild: Schloss Johannisburg

 

Schloss Johannisburg

Einen Besuch wert ist natürlich auch Schloss Johannisburg, das majestätische Wahrzeichen Aschaffenburgs. Die fast 90 mal 90 Meter messende Vierflügelanlage mit ihren markanten Ecktürmen wurde 1605-1614 im Stil der Renaissance erbaut.

 

Bild: Korkmodell des Kolosseums

Korkmodell des Kolosseums

Das Schloss beherbergt neben den fürstlichen Wohnräumen und der Paramentenkammer mit wertvollen Gewändern aus dem ehemaligen Mainzer Domschatz auch eine einzigartige Sammlung von Architekturmodellen aus Kork; außerdem ist hier das Städtische Schlossmuseum mit Kunstwerken vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert untergebracht.

Zu besichtigen ist auch eine Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit Schwerpunkt auf Werken Lucas Cranachs des Älteren und seiner Werkstatt.

 

Bild: Hauptportal und Ostturm

Hauptportal und Ostturm

Ein musikalisches Highlight befindet sich in der Turmhaube des Ostturms von Schloss Johannisburg. Das Carillon, ein großes Glockenspiel bestehend aus 48 Glocken, ist täglich dreimal vom Schlossturm zu hören. Das Klangspektrum umfasst vier Oktaven und die größte der Glocken, die Bourdonglocke, wiegt 271 kg.

Einmal im Jahr – Anfang August – steht das Glockenspiel beim Carillon-Fest im Mittelpunkt. Das bunte Rahmenprogramm bietet unter anderem Turmmusik, Konzerte in der Schlosskapelle sowie einen großen Kunsthandwerkermarkt. Außerdem finden in den Sommermonaten im Schlosshof zahlreiche Open Air-Konzerte statt.

 

Park Schönbusch

Ausklingen lassen kann man einen schönen Frühlings- oder Sommertag bei einem ausgiebigen Spaziergang im Schlosspark Schönbusch. Ursprünglich war auf dem Gelände das kurfürstliche Wildgehege untergebracht, das der Mainzer Kurfürst und Erzbischof Friedrich Carl von Erthal ab 1775 in einen Park umgestalten ließ. Dazu wurden künstliche Seen und Wasserläufe ausgehoben, Hügel aufgeschüttet und geschlängelt geführte Wege angelegt.

Bild: Schlosspark Schönbusch, Unterer See

Park Schönbusch, Unterer See mit Aussichtsturm

 

1778-81 entstand das kleine Schloss Schönbusch mit seiner edlen Inneneinrichtung, bis 1789 kamen zahlreiche weitere Gebäude wie das Dörfchen, der Freundschaftstempel oder das Philosophenhaus hinzu. Der Landschaftsarchitekt Friedrich Ludwig von Sckell prägte die Gestaltung des Parks ab 1782 und machte ihn zu einem der schönsten Landschaftsgärten Deutschlands.

Im Besucherzentrum informiert die Ausstellung "Alles scheint Natur" über die Geschichte und Entwicklung des Parks.

 

Bild: Schloss Schönbusch

 

Schloss Schönbusch

In Schloss Schönbusch, einem anschaulichen Beispiel fürstlicher Wohnkultur des späten 18. Jahrhunderts, kann man sich jeden Sonntag bei einer Erlebnisführung in historischen Kostümen in diese Zeit entführen lassen. Der Titel der Führung "Die Dienerschaft gerät ins Plaudern …" verrät, dass der Besucher das Schloss nicht verlässt, ohne genauestens über die Lebensgewohnheiten des Hausherrn und den Klatsch und Tratsch der Untergebenen im Bilde zu sein (Buchung über: Führungsnetz Aschaffenburg www.fuehrungsnetz-aschaffenburg.de).

Um den erlebnisreichen Tag gemütlich zu beenden, bietet sich ein Besuch im Kulinarischen Schönbusch (Bistro & Restaurant) oder eine geruhsame Bootsfahrt über den Unteren See an.

Weitere Informationen zu den Sehenswürdigkeiten der Bayerischen Schlösserverwaltung in und um Aschaffenburg finden Sie auf den Seiten der einzelnen Objekte und in unserem Prospekt "Aschaffenburg", den wir kostenlos zum Download anbieten.

| nach oben |