27. März 2013

Pressemitteilung

Das Juwel am Ammersee eröffnet wieder

Neue Bilder, ein Segelboot als Dachreiter und noch mehr Blumen für das Künstlerhaus Gasteiger

Die Bayerische Schlösserverwaltung startet die Sommersaison des Künstlerhauses Gasteiger mit neuen Besucherattraktionen. Die Sonderausstellung "Künstlerhaus und Seglerglück (1908-1930)" zeigt erstmals sechs restaurierte Ölgemälde von Anna Sophie Gasteiger. "Ab Ostersonntag sind die Bilder, auf denen das Künstlerhaus, das Segelboot und Uferlandschaften vom Ammersee zu sehen sind, ausgestellt", kündigte Thorsten Marr, der zuständige Museumsreferent, am Mittwoch (27. März) in Utting an. Ergänzt wird die Gemäldesammlung, die bisher im Nachlassdepot aufbewahrt wurde, um zahlreiche historische Aufnahmen, die das Künstlerpaar als Segler und Künstler zeigen, aber auch als Menschen, die ihr Leben am Ammersee genießen.

 

Ein Segelboot als Dachreiter ziert ab April das Mansardgiebeldach

Anna Sophie und Mathias Gasteiger waren leidenschaftliche Segler, die mit ihrem Segelboot regelmäßig auf dem Ammersee kreuzten. An diese Leidenschaft erinnert auch der neue Dachreiter am Giebel des Künstlerhauses, der im April wieder angebracht wird. Er hat die Form ihrer Jacht und war von 1908 bis in die 30er-Jahre am Giebel des Daches befestigt. Dieser außergewöhnliche Dachschmuck aus oxidiertem Kupferblech ist auf den Gemälden wie den Fotos gut zu erkennen.

Das Künstlerhaus ist bis Oktober jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. 2012 zählte die Schlösserverwaltung knapp 1600 Besucher und 140 Hochzeitspaare im Gasteiger-Haus.

 

Üppige Blumenpracht für den Künstlergarten Gasteiger

Die Besucher des Künstlergartens werden in diesem Sommer von noch mehr blühenden Stauden als in den Jahren zuvor empfangen. Im vergangenen Herbst wurde die schmale Rabatte direkt am Künstlerhaus neu gestaltet. "Für die Planung des Beets spielten die Blumenstillleben von Anna Gasteiger eine zentrale Rolle", sagte Gabriele Ehberger, die zuständige Referentin der Gärtenabteilung, am Mittwoch (27. März) in Utting. Vieles deutet darauf hin, dass die auf den Gemälden dargestellten Pflanzen zum großen Teil aus ihrem eigenen Garten stammten. Die Kunstwerke gaben deshalb entscheidende Hinweise für die Pflanzenauswahl.

Rund 170 Stauden in 14 verschiedenen Arten und Sorten setzte der Gärtner in die Rabatte am Künstlerhaus. Bei der Auswahl der Pflanzen wurde darauf geachtet, dass ausschließlich solche verwendet werden, die bereits existierten als die Familie Gasteiger das Haus bewohnte. Zudem erhielt das große Staudenbeet eine Auffrischungskur: Insgesamt 80 Pflanzen in neun verschiedenen Arten und Sorten, wie zum Beispiel weiße und blaue Astern, rosa und violetter Phlox oder auch eine hellgelbe Nachtkerze, wurden dort gesetzt. Nach den Eisheiligen Mitte Mai werden zahlreiche Dahlien die farbenprächtige Pflanzung abrunden.

 

Künstlerhaus Gasteiger – einzigartiges Ensemble des Münchner Jugendstils

Der Bildhauer Mathias Gasteiger (1871-1934) gehört zu den namhaften Münchner Künstlern um 1900. Er war mit Anna Sophie Gasteiger (1877-1954) verheiratet, die sich vor allem als Blumenmalerin einen Namen machte. Der von 1902 bis 1913 am Ammerseeufer entstandene Künstlersitz mit Wohnhaus und umgebendem Bauerngarten sowie Wirtschaftsgebäuden ist ein einzigartiges Ensemble des Münchner Jugendstils. Das Museum im Wohnhaus beinhaltet die Jugendstilausstattung der Räume, historische Fotografien, eine Auswahl von Skulpturen Mathias Gasteigers und eine Sammlung mit Gemälden von Anna Sophie Gasteiger.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. Thomas Rainer, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 27. März 2013

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