10. September 2010

Pressemitteilung

"Dritte Szene": Gasteiger-Haus zeigt unbekannte Denkmal-Entwürfe

Das Künstlerhaus Gasteiger zeigt in dieser Saison unbekannte Werke von Mathias Gasteiger. Mit dem zweiten und letzten "Szenenwechsel" setzt die Bayerische Schlösserverwaltung die Sonderausstellung "Aquarelle und Zeichnungen von Mathias Gasteiger" mit neuen Bildern fort. Gasteigers Entwürfe für Grab- und Denkmäler aus Stein werden ab dem kommendem Sonntag (12. September) bis zum 31. Oktober 2010 zu sehen sein.

Mathias Gasteiger (1871-1934) gehörte zu den namhaften Münchner Künstlern um 1900. Er war ein vielseitiger Bildhauer und ein wagemutiger Geschäftsmann. Er besaß eigene Steinbrüche und wurde innerhalb kurzer Zeit einer der größten Marmorproduzenten des deutschen Reiches. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges  im August 1914 stieg die Nachfrage nach Grab- und Denkmälern rasant. Mathias Gasteiger bediente den Markt. Er schuf zahlreiche Entwürfe in Aquarell, die für Verkaufskataloge und -mappen fotografisch reproduziert wurden. Mit Hilfe dieser Reproduktionen konnte er seine Entwürfe über die Stadtgrenzen Münchens hinaus bekannt machen und dem potentiellen Kunden zahlreiche Optionen vorschlagen.

In der Sonderausstellung "Aquarelle von Mathias Gasteiger" wurden im Frühjahr (1. Szene) zunächst Brunnen- und Gartenfiguren gezeigt. Im Sommer (2. Szene) waren Plakatentwürfe zu sehen. Im Herbst (3. Szene) werden nun einige Entwürfe zu Grab- und Denkmälern vorgestellt.

Künstlersitz des Jugendstil

Gasteiger war mit Anna Sophie Gasteiger  verheiratet, die sich vor allem als Blumenmalerin einen Namen machte. Der von 1902 bis 1913 am Ammerseeufer entstandene Künstlersitz mit Landschaftspark, Wohnhaus und umgebendem Bauerngarten sowie Wirtschaftsgebäuden ist ein einzigartiges Ensemble des Münchner Jugendstils. Das Künstlerhaus beherbergt außerdem eine Auswahl von Skulpturen und Gemälden des Künstlerpaares.

Öffnungszeiten:
Vom 4. April bis zum 31. Oktober 2010 jeweils sonntags zwischen 14.00 und 17.00 Uhr und nach Vereinbarung

Eintritt: regulär 3,- Euro, ermäßigt 2,- Euro

Informationen:
Bayerische Schlösserverwaltung / Außenstelle Ammersee
Landsbergerstraße 81, 82266 Inning / Stegen
Telefon (08 43) 93 04-0, seeverwaltung.ammersee@bsv.bayern.de

 

Presse-Informationen:
Dr. Jan Björn Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 10. September 2010

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